Algier, 1938. Meursault, ein stiller, unauffälliger Angestellter Anfang 30, nimmt ohne sichtbare Gefühlsregung an der Beerdigung seiner Mutter teil. Am nächsten Tag beginnt er eine Affäre mit einer früheren Arbeitskollegin und kehrt in den gewohnten Alltag zurück. Dieser wird jedoch bald durch den Nachbarn Raymond gestört, der Meursault in seine zwielichtigen Machenschaften hineinzieht - bis es an einem glühend heißen Tag am Strand zu einem schicksalhaften Ereignis kommt.
Mit seiner meisterlichen Neuinterpretation von Albert Camus' Literaturklassiker gelingt François Ozon (8 FRAUEN, SWIMMING POOL, FRANTZ) ein virtuoses Werk von zeitloser Relevanz. In betörenden Schwarzweißbildern erzählt und getragen von einem starken Ensemble, markiert der Film einen künstlerischen Höhepunkt in Ozons vielschichtigem Oeuvre.
Ozon "ist das Kunststück geglückt, einen beseelten Film über eine vermeintlich seelenlose Figur zu drehen - und über deren eingeschränkte Weltsicht hinauszublicken, etwa auf das Land und auf die Menschen, die diese Sicht ausblendet, und auf all die Emotionen, die sich um den Protagonisten herum abspielen. Ozon verrät Albert Camus damit nicht, sondern ergänzt die Ich-Perspektive der berühmten Romanvorlage lediglich um die Möglichkeiten der Filmkunst, Ambivalenzen einzufangen und vieles zugleich zu sein." (Kino-Zeit.de)
Produktion
Frankreich 2025
Verleih
Weltkino
Regie
François Ozon
Formate
2D
Besetzung
Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin
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