Souleyman (Abou Sangaré) rast mit seinem Fahrrad durch die überfüllten Straßen von Paris. Der junge Mann aus Guinea arbeitet illegal als Essenskurier und möchte in Frankreich Asyl beantragen. Es sind noch 48 Stunden bis zum entscheidenden Gespräch. Souleyman steht unter permanenter Anspannung. Einerseits bemüht er sich, die Lebensgeschichte eines politisch Verfolgten auswendig zu lernen, mit der er die Behörden überzeugen will, andererseits muss er noch genug verdienen, um einen Helfer zu bezahlen.
Mit quasi-dokumentarischer Präzision folgt Regisseur Boris Lojkine seiner Hauptfigur an zwei Tagen und macht den andauernden Druck eindringlich spürbar. Dabei beleuchtet er die Schattengesellschaft illegaler Migranten, deren erste Etappe in Europa oft Jobs unter falschem Namen bei Essenslieferdiensten sind. "Der Film erzählt humanistisch die Geschichte des hart arbeitenden Fahrradlieferanten mit prophetischem Namen und tragischem Leben in einer automatisierten, kalten Welt, in der sich Systeme der Ausbeutung durch alle Beziehungen ziehen." (Vision Kino) Ausgezeichnet u. a. mit vier "Französischen Filmpreisen" (César) in den Kategorien "Bester Nachwuchsdarsteller" (Abou Sangaré), "Beste Nebendarstellerin" (Nina Meurisse), "Bestes Originaldrehbuch" und "Bester Schnitt".
Produktion
2024
Formate
2D
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